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Fahrerflucht / Unfallflucht

Das Wichtigste bei einem Verdacht auf Fahrerflucht

Verdacht auf Fahrerflucht: Die Polizei steht vor Ihrer Tür oder Sie haben eine Vorladung erhalten. Das müssen Sie jetzt tun:

  • Bewahren Sie die Ruhe
  • Machen Sie auf keinen Fall eine Aussage. Schweigen ist Ihr Recht!
  • Die Polizei ist in diesem Fall nicht Ihr Freund - auch wenn sie so tun
  • Unterschreiben Sie nichts
  • Senden Sie keine Formulare oder Fragebögen zurück
  • Bezahlen sie nichts

Ernst nehmen: Fahrerflucht ist eine Straftat

  • Fahrerflucht ist eine Straftat. Es droht eine Vorstrafe!
  • Im Fall einer Verurteilung folgt normalerweise Führerscheinentzug.
  • Im Extremfall wird Fahrerflucht mit bis zu drei Jahre Gefängnis geahndet.
  • Sie haben nichts bemerkt? Vielleicht haben Sie auch die Zeugen übersehen.
  • Achtung Fristen! Warten Sie nicht bis der Strafbefehl bei Ihnen eintrifft.
 

Das können wir für Sie tun

  • Wir sagen Ihnen, welche Chancen Sie haben und welche Risiken bestehen
  • Sie erhalten Einsicht in die Akte (nur mit Anwalt möglich)
  • Wir prüfen die Akte genau auf Fehler der Behörden
  • Wir erledigen den gesamten Schriftverkehr mit den Behörden.
  • Wir setzen uns engagiert dafür ein, eine Strafe abzuwenden
  • Sie erhalten eine professionelle Verteidigung
  • Wir rechnen direkt mit Ihrer Rechtsschutzversicherung ab. Ohne Rechtsschutz arbeiten wir für Sie zu einem fairen und transparenten Honorar.

Versäumen Sie keine Fristen. Handeln Sie bevor Sie einen Strafbefehl erhalten!


Rechtsanwalt Martin Borsch -  Verkehrsrecht

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Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Auf den Straßen geht es manchmal ganz schön hektisch zu. Da kommt es nicht selten vor, dass es zwischen den Fahrzeugen kracht. Wenn ein Unfall erst einmal entstanden ist, gilt es vieles zu beachten. Oft steht man als Betroffener unter Schock und handelt daher nicht im Sinne des Gesetzgebers. Der sehr verständliche Fluchtreflex, führt im Strassenverkehr leider häufig zum Straftatbestand der Fahrerflucht bzw. Unfallflucht. Damit kann sich auch ein kleiner Blechschaden zu einer folgenschweren Angelegenheit ausweiten.

Sollten Sie als Beteiligter Verletzungen erlitten haben, die eine umgehende Behandlung im Krankenhaus notwendig machen oder nimmt Sie die Polizei zu einer Blutentnahme mit, machen Sie sich nicht der Fahrerflucht schuldig.

Was ist Fahrerflucht?

Der Gesetzgeber fordert, dass Unfallverursacher und Geschädigter an einem Strang ziehen und gegenseitig Informationen austauschen. In § 142 StGB "Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort" heißt es, dass sich Unfallbeteiligte strafbar machen, wenn sie den Unfallort verlassen, bevor sie dem anderen Beteiligten die Möglichkeit gegeben haben, die Personalien oder Angaben zum Fahrzeug aufzunehmen.

 

Manche Gerichte übertreiben es etwas mit dem Thema Fahrerflucht. So wurde ein Angeklagter vom Amtsgericht Ratingen wegen Fahrerflucht verurteilt, der mit einem Einkaufswagen ein Fahrzeug beschädigt hatte. Obwohl der Angeklagte die Beschädigungen wahrgenommen hatte, verließ er den Unfallort ohne zur Aufklärung beizutragen.

Auch wenn hier sicher ein Schaden zu ersetzen ist, sah das Landgericht Düsseldorf den Tatbestand der Unfallflucht nicht als erfüllt an (Az. 29 Ns 3/11). Eine Unfallflucht setzt einen "Unfall im Straßenverkehr" voraus, bei dem mindestens eines der beiden Fahrzeuge bewegt wird. Da es sich bei einem Einkaufswagen jedoch nicht um ein Fahrzeug handelt, kann auch nicht von Unfallflucht gesprochen werden.

Warten ist Pflicht!

Fahrerflucht - Rechtsanwalt für Verkehrsrecht in Rastatt, Bühl und Baden-Baden

Wenn Sie keinen anderen Beteiligten vorfinden, sind Sie dazu verpflichtet, eine angemessene Zeit am Unfallort zu warten. Geschieht dies nicht, machen Sie sich der Unfallflucht strafbar. Auch im Fall eines Nichtantreffens des anderen Beteiligten ist man verpflichtet, sich bei der nächsten Polizeistelle zu melden und die Personalien, wie die Anschrift sowie das Kennzeichen und den Standort des Fahrzeugs anzugeben.

 

Dies sollte man sofort und freiwillig erledigen. Kommt man dem nicht nach, so kann dies eine Geldstrafe oder in besonderen Fällen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren nach sich ziehen. Weitere mögliche Konsequenzen sind ein Fahrverbot oder sogar die Entziehung der Fahrerlaubnis. Mit einem einfachen Bußgeldbescheid ist jedenfalls nicht getan.

 

Eine Möglichkeit, das Verfahren zu beschleunigen und keinen Verdacht aufkommen zu lassen, man wollte sich unerlaubt vom Unfallort entfernen, ist Nachbarn oder anderen Anwohner aufzusuchen oder anzusprechen. Es ist selbstverständlich auch möglich, direkt die Polizei anzurufen, um die Wartezeit zu verkürzen.

Welche Wartezeit ist angemessen?

Nachdem der Unfall passiert ist und kein weiterer Unfallbeteiligter angetroffen wird (Beispiel: Beschädigung eines parkenden Autos), ergibt sich die Frage nach der angemessenen Wartezeit. Hierfür gibt es keine allgemeingültige Definition. In der Rechtsprechung findet sich eine sehr breite Zeitspanne. Im Zweifel sollten Sie mindestens 30 Minuten am Unfallort auf einen weiteren Beteiligten warten. Besonders die Schwere des Unfalls, aber auch die Tageszeit sowie die Witterungsverhältnisse spielen eine große Rolle bei der Frage nach der angemessenen Wartezeit.

 

Die gemeinhin naheliegende Lösung, Informationen zu den Personalien sowie Angaben zum eigenen Fahrzeug unter die Windschutzscheibe des beschädigten Fahrzeugs zu heften, ist nicht ausreichend und führt ebenfalls zum Vorwurf der Unfallflucht. Hintergrund ist, dass auf diese Weise nicht sichergestellt werden kann, dass der Geschädigte diese Informationen auch wirklich erhält. Auch ein dringender geschäftlicher oder privater Termin ist keine akzeptable Ausrede für ein solches Vorgehen. Wer unbedingt den Unfallort verlassen muss, ohne eine angemessene Zeit auf den weiteren Unfallbeteiligten warten zu können, hat auf jeden Fall vorher die Polizei zu verständigen.

Was passiert, wenn man den Unfall nicht bemerkt hat?

Es kann vorkommen, dass gerade kleinere Unfälle in der Hektik des Straßenverkehrs untergehen und deshalb unbemerkt bleiben. Wenn Sie zuhause eine Beschädigung am Fahrzeug feststellen und deshalb einen Unfall vermuten, sollten Sie uns umgehend kontaktieren. Als Rechtsanwälte für Verkehrsrecht sorgen wir dafür, dass Ihnen keine rechtlichen Nachteile entstehen.

 

Das gilt auch, wenn man zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht weiß, ob man der Schädiger oder der Geschädigte ist. Es besteht immer die Möglichkeit, dass ein Zeuge den Unfall beobachtet und Ihr Kennzeichen notiert hat. Sofortiges Handeln ist deshalb nach Erkennen der Situation dringend ratsam.

 

Es kommt vor, dass ein Sachverständiger nachträglich anhand des Schadenbildes prüft, ob es möglich war, dass der Unfall unbemerkt bleiben konnte. Hierbei wird die optische, akustische und taktile Wahrnehmbarkeit untersucht, also ob man den Unfall übersehen, überhören oder den Aufprall nicht bemerken konnte. Aufgrund der möglichen Prüfung ist es nicht ratsam, einfach zu behaupten, man hätte nichts von dem Unfall bemerkt. Auch in diesen Fällen beraten wir Sie zur richtigen Vorgehensweise und geben Ihnen bewährte Empfehlungen für Ihre Aussage.

 

Sollten Sie als Unfallverursacher glaubhaft und nachvollziehbar nichts bemerkt haben, bleiben Sie in aller Regel straflos.

Was tun, wenn die Polizei vor der Tür steht?

Haben Sie sich der Fahrerflucht schuldig gemacht, ist es nicht ganz abwegig, dass ein Zeuge das Kennzeichen notiert hat und die Polizei deshalb kurz darauf vor Ihrer Tür steht oder zumindest versucht telefonisch Kontakt zu Ihnen aufzunehmen. Sollten Sie weder persönlich anzutreffen, noch telefonisch zu erreichen sein, so kann auch ein schriftlicher Brief folgen.

 

Schweigen ist Ihr Recht! Aufgrund der folgenschweren Strafen, die mit einer Fahrerflucht verbunden sind, ist es in jedem Fall ratsam, umgehend einen auf Verkehrsrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen. Machen Sie bis zur Rücksprache mit uns keine Aussage. Jede Einlassung zur Sache kann Ihre Position in der Regel nur verschlechtern.

 

In jedem Fall gilt:  keine Angaben zur Sache oder zum Tatverlauf bevor Sie mit einem Anwalt Rücksprache gehalten haben. Auch als Angehöriger des Unfallverursachers besteht ein Schweigerecht, dass unbedingt wahrgenommen werden sollte. Es ist dringend ratsam, spätestens jetzt einen spezialisierten Rechtsanwalt einzuschalten.

 

Häufig wird eine Verurteilung bei Unfallflucht erst durch ungeschickte Aussagen des Betroffenen möglich. Vor Gericht müssen nämlich der Vorsatz der Fahrerflucht, die Tatsache, dass der Halter auch tatsächlich gefahren ist und die Kenntnis des Unfalls bewiesen werden.

Mit welchen Strafen ist zu rechnen?

Es handelt sich bei der Fahrerflucht um ein Vergehen im strafrechtlichen Sinne. Geregelt ist das "Unerlaubte Entfernen vom Unfallort" in § 142 STGB und § 111a StPO. Hier sind auch die Konsequenzen einer Fahrerflucht aufgeführt. Mögliche Folgen sind eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, eine Geldstrafe, Fahrverbot oder die Entziehung der Fahrerlaubnis mit einer Dauer von bis zu fünf Jahren. Laut Bußgeldkatalog sind auch drei Punkte in Flensburg bei Fahrerflucht vorgesehen.

 

Auch bei kleineren Schäden kommt es regelmäßig zu einem Fahrverbot von einem bis mehreren Monaten. Dabei ist zu beachten, dass ein Fahrverbot immer erst dann beginnt, wenn der Führerschein tatsächlich abgegeben wurde.

 

Besonders bei Körperverletzung oder bei bedeutenden Schäden über 1.300 Euro muss damit gerechnet werden, dass die Fahrerlaubnis entzogen wird. Mit einem kleinen Bußgeld kommt man in diesem Fall nicht mehr davon.

 

Das Landgericht Landshut sieht einen "bedeutenden" Schaden durch die stark gestiegenen Reparaturpreise neuerdings erst 2.500 Euro (6 Qs 242/12). Es ist zu vermuten, dass sich diese Einstellung langsam durchsetzt und sich die Grenze ab wann es zu einem Entzug der Fahrerlaubnis kommt, langsam nach oben verschiebt.

 

Allerdings hängen die Strafen immer sehr stark vom Einzelfall und den jeweiligen Umständen ab. Auch die Qualität der Verteidigung spielt eine entscheidende Rolle. Die genannten Strafzumessungen sind nur Beispiele und können nicht pauschal verallgemeinert werden. Ein guter Rechtsanwalt, der sich auf das Verkehrsrecht spezialisiert hat, sollte daher in jedem Fall eingeschaltet werden. Wir helfen Ihnen sofort in unseren Kanzleien in Rastatt oder Bühl.

Zahlt die Versicherung bei Fahrerflucht?

In der Regel zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden am gegnerischen Fahrzeug, auch wenn eine Fahrerflucht vorliegt. Aber Vorsicht, diese Kosten werden zurückverlangt. Das bedeutet, dass die Versicherung zwar zunächst zahlt, jedoch muss der Unfallverursacher diese wieder zurückzahlen und zwar in voller Höhe. Sollte man im Besitz einer Vollkaskoversicherung sein, so hat man als Unfallflüchtiger den Schaden üblicherweise selber zu tragen. Die Kaskoversicherungen zahlen bei Unfallflucht in aller Regel nicht.


Engagierte Verteidigung

Unfallflucht ist eine ernstzunehmende Straftat, die mit empfindlichen Strafen geahndet wird. Eine professionelle Vertretung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt macht hier den entscheidenden Unterschied. Im Ermittlungsverfahren wegen Fahrerflucht können wir viel für Sie erreichen.

 

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Martin Borsch

Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht

Kanzlei Christopher Müller & Kollegen

Tel. 07222-3859908